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small talk (2)

y: “please save me from science!”

x: “sure thing. let’s get hammered.”

y: “thank God!”

that’s right. x and y gonna have a reasonable amount of beers tonite.

(The End)

small talk (1)

x: “hey! how are you?”

y: “well… I kinda hate the world.”

x: “good for you!”

x leaves the pizza place. y stays, left behind in puzzled cheese.

(The End)

Gleich mal Schnee stapfen. Ich hechte gekonnt über die Schneewand mit Trolley(!). Ja, ich bin wieder mal da. Autos fahren an mir vorbei, dabei langsamer werdend. Man kennt mich nicht mehr, ich bin “a Sötsame” geworden. Ha, ich bin Camus’ weibliche Ausgabe, die L’Etrangère !, denke ich noch übermütig. Seit Wochen verachte ich übrigens still Leute, die jetzt noch  Weihnachtsbeleuchtung irgendwo am Haus befestigt haben und ohne Rücksicht auf das Zeit-und-Raum-Kontinuum glücklich weiter illuminieren, als wären wir im Dezember festgefroren. Ich sehe gen unsere Einfahrt, auf diese reich beleuchtete Hecke. Seufzend halte ich nochmal kurz inne. Und ich bin drin. “Ja, klar, habe ich die schöne Beleuchtung bemerkt”, mein erster Satz. Es gab natürlich keine Knödel. Man wird meine Wünsche niemals ernst nehmen. Außerdem sagt man mir, ich hätte keinen Arsch und keinen Busen mehr. Ich danke lachend für das Kompliment und schaue, vielleicht leicht kompensierend, “Goodbye Deutschland” mit diesem deutschen Blondchen in L.A., das professionelles Model werden will.
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Oder: “Just another Freundschafts-Nacherzählungsbericht.” (Oder, oder: “Tatsächlich ein Text ohne das Wort mit B”)

Sie kam an. Im Gepäck hatte sie meine 14 Bücher, die ich vor über einem halben Jahr in ihrer Pariser Bleibe ließ. Eins habe sie sich noch behalten, das würde sie grad lesen. Ja, sie war da. Ohne Zweifel. “Du hast dich überhaupt nicht verändert”, sagte sie mir nach dem Bisou. Ich überreichte ihr einen Krapfen. Ein wichtiges kulinarisches Wiener Ersterlebnis, dachte ich. Sie wirkte erfreut, vor allem hungrig, kannte sowas Ähnliches aber schon. Tatsächlich: sie und die erste Zigarette in Wien. “Was ist mit deinem Französisch passiert, Nadine?”
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A: Ich weiß gar nicht, wie oft Arcade Fire mir schon das Leben gerettet hat. Wievielen anderen Menschen wohl auch…
B: Das weiß niemand.
A: Es sind bestimmt viele. Hach, was für ein Tag!
B: Mitleid erwünscht?
A ignoriert B und ist schon längst in eine ferne (bessere) Gedankenwelt abgedriftet und gibt von jener aus nun seltsame Kunde, sodass B nur staunen kann:

A: Bäh, Menschen. Die können mir alle gestohlen bleiben. Weißt du, dieses menschliche Gehirn ist ein hochkomplexer Apparat. Mit diesen modernen Dingern kann man gar nicht einsam sein.

B: “Vertrau mir Marge, mit diesen modernen Autos kann man sich nicht verfahren.” Weiterlesen »

zwa hüs’n. hausgemachte kekse. sturmfrei. punk auf vinyl. also, wenn das nicht nach ein paar angefeuchteten weizen-wörtchen in Ihrer cheesigkeit verlangt, dann weiß ich auch nicht. what you gonna say?, singt sid vicious. ich ess erstmal einen spekulatius. kekse und bier. das führe zu nichts, hier? sie haben vielleicht recht, aber vielleicht auch nicht! (hoho)
ODER: wenn bier die zeilen eines kargen bloglebens schreiben.
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A: Hey!
B: Na? Wie gehts?
A: I’m kinda in the process of figuring out what life is all about.
B: Oje, Englisch. Der Irrglaube, in diese Sprache switchen zu können und in lingualer Distanz weniger cheesy zu wirken, ist leider weit verbreitet.
A: Ich finde, das funktioniert ganz im Gegenteil wahrlich supertoll. Und: Twenty-three could be my year.
B: Dem Illuminati-Touch dieser Aussage bist du dir natürlich nicht bewusst.
A: Haha. Ja, mein Jahr der Erleuchtung nenn ich das ab jetzt. Aber ich kenn tatsächlich zwei Menschen, die am 23.05. Geburtstag haben.
B: Ein wildes Leben führst du.
A: Schon, oder?
B: Total. Aber fahre fort, das interessiert mich sogar. Dein dreiundzwanzigstes bzw. richtiger: dein vierundzwanzigstes Lebensjahr ist das Jahr der Erkenntnis pour toi? Pourquoi?

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hätte ich gerne gehabt. Anstelle solcher wurde in den letzten 5 Tagen und Nächten zwar auch verhältnismäßig wenig geschlafen, jedoch nicht aufgrund von Exzessen à la Jeunesse Dorée als vielmehr durch unattraktiven Zeitmangel bedingt. Neue Arbeit, altes Studium, liebe Menschen, junge Projekte -> vereinen. nicht leicht! In Satzfragmenten sprechen, du Grundübel des Web2.0.
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Man kannte mich noch und ließ mich rein! Am Club Nolabel im B vorgestern Abend. “Du bist hübscher geworden”, hat frau mir dort gesagt. (Falls du das zufällig liest: Vielen Dank, vielen Dank nochmals! Loved that moment. I mean it!) Spätestens dies Kompliment schien mir der vorausdeutende Indikator für einen weiteren, wunderbaren Verlauf dieses Abends. Und so war es auch! Das Eintreffen jener beiden Herren, ja Koryphäen (Skifahrvokabular!) der Institution Club Nolabel, nämlich niemand Geringeres als Der Nils und Der Johnny Trotz, konnte ja nur Amusement auf hohem Niveau bedeuten.
Nachdem ich mich “fakebeschwert” hatte, dass mich eine werte Bekannte von Herrn Trotz, welche ich vor kurzem kennenlernte, auf Twitter nicht zurückfollowte, leitete jener dies sofortig per Telefon weiter und tadaaa! Jetzt habe ich eine Followerin mehr! Die Leserschaft möge infolge nun raunen: “Zwangsbeglückung!” oder: “Stop the Insider Twitter Talk”. Da antworte ich freundlich, aber bestimmt: “Sie wird es nicht bereuen! I promise.” und: “Join Twitter!”.

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Entgegen aller 17jährigen Konventionen haben wir beide sowohl die Geschlechter-, als auch die Parallelklassenschranken überwunden und ein fröhliches Mischteam im klassenübergreifenden Zeichenkurs gebildet. Unsere Lehrerin verstand sich als Künstlerin, deren Zeit nur noch nicht gekommen war, weshalb sie sich bis dahin der Aufgabe stellte, jungen Teenagern und Kunstbanausen ihr Wissen oder vielmehr ihre Begeisterung für Kunst zu vermitteln. Ich glaube, sie war Halbpolin und vertrat einen wunderbar antiautoritären Lehrstil. Ihr chronisch schlechtes Namensgedächtnis machte es einem da nur noch leichter, denn die unspezifische Anrede “Mädchen” galt für viele mit xx-Chromosomen. Und wenn man sich klug versunken gab, den Kopf konzentriert nach unten auf das Papier gerichtet, war die Professorin benennungsmäßig machtloser als ihr lieb war und nervige Aufgaben wie Verantwortlichkeit für Kunstbücher, die Mistentsorgungsorganisation gingen spurlos an einem vorüber. Das Projektthema für jenes Semester hieß “Du + Ich = Wir”, wobei ausgewählte Werke im Rathaus der Provinzkleinstadt ausgestellt werden durften. Es war sehr unaufregend. Wir scherzten die meiste Zeit über allerhand, wir sahen das nicht so eng, man hatte ja auch Monate Zeit. Die Professorin war außerdem leicht zu begeistern, ihr Kunstverständnis war ein sehr liberal offenes. Dennoch wollten unsere Entwürfe, zugegeben sie waren halbherzig und beinahe erstaunlich rudimentär, ihr nicht so recht verständlich werden. Ich erinnere mich beispielsweise an diese zwei, regenbogenfarbigartigen Bäche, die sich pathetischerweise irgendwann zu einem vereinigten. Mein Gott, wir waren wirklich nicht gut.

Aber das war uns auch egal, wir hatten umso mehr Spaß. Ihre immerwährende Ablehnung allein hatte durch ihren Seltenheitswert für uns komödiantisches Potenzial en masse. Als aber die Wochen vergingen, die Abgabefrist immer näher rückte, die anderen emsig an ihren Beiträgen arbeiteten oder gar schon feilten, da mussten auch wir uns langsam eingestehen, dass es so nicht weitergehen konnte. Ich erinnere mich noch genau an diese eine Zeichenstunde, als du gleich nach dem “Hallo” 2 Postkarten vor mir auf den Tisch geworfen hast.  Auf beiden waren Dünenlandschaften zu sehen. Du hast nur dazu gesagt, du hättest dir zuhause gedacht, dass du die zwei Karten jetzt einfach mal mitnimmst. Ich habe selten so gelacht. Aber in der Tat waren wir verzweifelt. Wir hatten wirklich nichts anderes. Uns gingen  mittlerweile nicht nur Zeit, sondern vor allem auch die miesen Ideen aus. An Möglichkeiten irgendwie beschäftigt auszusehen, war wirklich nicht mehr viel übrig geblieben. Schlussendlich kam uns der Einfall, eine der Ansichtskarten einfach mal vergrößert zu kopieren. Zeit totschlagen. In schwarz-weiß. Anders wär’s auch nicht gegangen im unterfinanzierten, niederösterreichischen Schulbetrieb. Eins kam zum Anderen, die weiteren seltsamen Ideen nahmen ihren weiteren, seltsamen Lauf. Am Ende standen wir also wieder vorne bei der Frau Professor mit der Intention ihr unser neuestes Konzept abermals zu erklären. Zu der Dünenlandschaft war inzwischen ein großer Kopf eines uns unbekannten Mannes hinzugekommen, den ich aus einem zerfletterten Theatermagazin (aufgefunden in einem Bankfach im Kunstsaal) ausgeschnitten hatte. Wir vergrößerten ihn ebenfalls  schwarz-weiß und versahen seine Augen mit einem künstlerisch wertvollen und anonymisierenden, schwarzen Balken. Vielleicht waren wir auch sogar so cool und hatten hinter die Bildunterschrift “Du + Ich = Wir” ein sozial kritisches Fragezeichen gesetzt, so genau weiß ich das nicht mehr.  Jedenfalls referierten wir der Frau Professor was von Isolation, Symbolik Wüstenlandschaft, Individuum, Anonymität und Einsamkeit im Kollektiv oder so, und vor allem von unserem besonderen, hinterfragenden Zugang zum vorgegebenen Motto. Sie fand das sehr gut. Wir dann retrospektive eigentlich auch.

Irgendwann war der Tag der Ausstellung gekommen und die geschlossene Kunstklasse pilgerte ins Rathaus, wo nun eine kleine Auswahl der gefertigten Werke aller beteiligten, ortsansäßigen Schulen zu sehen war. Unseres war darunter. Ein wahnsinniger Mensch könnte es -warum auch immer-sogar kaufen!, hatten wir einander bestimmt zugeflüstert. Und als wir dachten, das alles könnte nicht mehr getoppt werden, fanden wir daraufhin ein Foto im jährlich gebundenen Abschlussbericht der Schule, auf welchem unsere Kunstprofessorin wunderschön unnatürlich lächelnd zu sehen war, wie sie  (u.a.) vor unserem Bild stand. Dabei um sie herum ein Haufen beliebig zusammengescharrter Kinder, denen sie reichlich gestikulativ über Kunst zu erzählen schien. Ich glaube, wir waren uns einig, dass es irgendwas wie folgt gewesen sein musste: “Isolation! Anonymität! Die Welt ist komplex, ihr Mädchen.”

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